Der sfs im Gespräch mit: Iris Auert, Heilpraktikerin

Iris_Auert,Praxis für Naturheilkunde in Lütjensee„Patent“ ist das Wort, das einem sofort einfällt, wenn man unser sfs-Vorstandsmitglied Iris trifft. Patent, mit dem Herzen am richtigen Fleck und immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen.
Dabei hatte ihr Weg zur selbständigen Heilpraktikerin ganz und gar nicht patent angefangen: Im Alter von erst 32 Jahren erlitt Iris einen schweren Bandscheibenvorfall und war dadurch selbst mehrere Jahre lang Schmerzpatientin, die, wie viele andere, eine Therapie nach der anderen ausprobierte, ohne dass ihr tatsächlich geholfen werden konnte.

Aber irgendwann konnte sie ihrer Erkrankung auch die positive Seite abgewinnen – nach mehrjährigem Irrweg durch Praxen und Therapien absolvierte sie selbst eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und eröffnete ihre eigene Praxis für Schmerzpatienten in Lütjensee http://naturheilpraxis-luetjensee.de/. Seit mittlerweile zehn Jahren kümmert sie sich hier erfolgreich um ihre Patienten mit schmerzenden Rücken und Gelenken, hilft aber auch mit Ernährungsumstellungen bei chronischen Erkrankungen. Das, was so schmerzhaft begonnen hatte, ist für sie schließlich zu Beruf und Berufung geworden, denn vor allem ist Iris glücklich darüber, Menschen helfen zu können, die in einer Situation stecken, die sie nur allzu gut aus eigener Erfahrung kennt …

„Schmerzen zermürben die Seele.“

Seit wann bist Du selbständig, und was hat den Ausschlag für Deine Selbständigkeit gegeben, Iris?
Der Ausschlag war mein eigener Bandscheibenvorfall 1997, bzw. die Monate und Jahre danach, die es gedauert hat, bis ich Praxis für Naturheilkunde Iris Auertendlich wieder schmerzfrei war. Ich habe wirklich alles an Therapien und Medikamenten ausprobiert, aber eine sehr lange Zeit konnte ich weder gehen, noch stehen, noch sitzen oder liegen – alles tat weh. Ständig!. Das Schlimme ist, dass Dauerschmerzen mit der Zeit auch die Seele zermürben und nichts mehr Freude macht; man kann nichts mehr genießen und irgendwann verlieren sogar Familie und Freunde die Geduld, Man ist krank, sieht aber nicht krank aus, versucht die Zähne zusammen zu beißen, kann aber trotzdem nicht so, wie man möchte. Oft frage ich meine Patienten beim ersten Gespräch: „Hat Ihre Familie noch Verständnis, oder sind sie schon genervt“? Viele nicken dann nur traurig: „Letzteres“.

Was genau bietest Du an?
Mein wichtigster und effektivster Therapieansatz ist eine noch relativ unbekannte Methode, die sogenannte „Wirbelsäulen-Basis-Ausgleichsmethode“, kurz WBA. Diese Therapie habe ich selbst erst auf der Heilpraktikerschule in Lübeck kennen gelernt, und erst durch sie bin ich komplett beschwerdefrei geworden.
wbapunkteWenn Menschen gerade stehen sollen, sieht man oft schon an ihren Schultern, dass sie eigentlich „schief“ sind. Bei vielen Menschen verspannt sich durch einseitige Belastung die Muskulatur. Hält dieser Zustand längere Zeit an, kann sich dadurch das Becken verschieben, was sich dann in scheinbar unterschiedlich langen Beinen zeigt (funktionelle Beinlängendifferenz), einem Zustand, der beispielsweise die Kniegelenke extrem belastet und verschleißt. Zudem führt die Fehlstellung des Beckens auf Dauer zu einer Seitwärtsverschiebung (Skoliose) der Wirbelsäule. Die Schmerzen, die aus der Fehlbelastung der Muskulatur resultieren, werden durch eine unbewusste Schonhaltung ausgeglichen, aber genau dadurch wird die Fehlstellung noch weiter verstärkt, ein sehr unguter Kreislauf kommt in Gang.

Die WBA ist eine Therapie, die die Wirbelsäule wieder „gerade rückt“, verspannte Muskeln lockern sich und werden gestärkt und die Verschiebung des Beckens ausgeglichen. Das Besondere der WBA ist, dass Patienten während der Behandlung schmerzfrei sind, und sie als sehr angenehm empfinden.

Zusätzlich setze ich in Kombination mit der WBA oder auch alleine klassische Massage ein, um beispielsweise Ablagerungen im Nackenbereich zu lösen: Und für eine möglichst schnelle und medikamentenfreie Schmerztherapie biete ich Meditaping an. Was und in welcher Kombination die unterschiedlichen Therapieformen zur Behandlung chronischer Schmerzen eingesetzt werden, ergibt sich aber immer erst nach einem ausführlichen Anamnesegespräch mit meinen Patienten. Therapie „von der Stange“ ist Mist und liefert keine optimalen Ergebnisse.Iris_Auert_Verbrauchermesse

Um mein Angebot für Schmerzpatienten abzurunden, habe ich vor zwei Jahren noch meine Ausbildung zur zertifizierten Ernährungsberaterin abgeschlossen. Für meine Patienten erarbeite ich nicht nur die Tages- und Wochenpläne aus, sondern gebe ihnen auch gleich die passenden Rezepte mit — gerade während der Umstellungsphase weiß man sonst oft nicht, was man kochen und essen darf, und was nicht.
Für Ernährung habe ich mich selbst schon immer interessiert, und nachdem ich meine eigene Ernährung umgestellt hatte, war ich erstaunt, wie viel man allein damit erreichen kann. Das gilt nicht nur für „typische“ Erkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa, sondern auch bei Arthrose, Gicht und verschiedenen Hauterkrankungen, mal ganz abgesehen davon, dass man sich einfach viel besser fühlt,

Wie bist Du vorgegangen? Wie hast Du Dich etabliert?
Ich bin sehr strukturiert vorgegangen: Praxis einrichten, alle Formalitäten mit dem Gesundheitsamt abklären, Zeitungsannoncen schalten. Ich hatte sogar einen Businessplan – wenn ich mich an den gehalten hätte, wäre ich allerdings schon längst pleite. 
Einen Plan, bzw. ein wichtiges Ziel habe ich mir aber trotzdem gestellt: Ich wollte nach vier Jahren von meiner Hände Arbeit auch finanziell gut über die Runden kommen. Um das zu verwirklichen, und um meinen Patienten ein fundiertes und rundes Praxis für Naturheilkunde LütjenseeTherapieangebot machen zu können, habe ich viel Zeit, Energie und Geld in meine Aus- und Weiterbildungen investiert.
Heilpraktiker haben zum Teil einen schlechten Ruf. Das liegt daran, dass nach dem Ende der Grundausbildung eigentlich nicht mehr kontrolliert wird, wie sie sich spezialisieren. Es ärgert mich, dass es Kollegen gibt, die Patienten eine „Therapie“ anbieten dürfen, über die sie selbst gerade mal ein Buch gelesen haben. Das ist schade, denn Patienten können natürlich nicht von außen überblicken, wer ihnen als Heilpraktiker gegenüber sitzt, und wie er oder sie sich ihre Spezialisierung erarbeitet hat.

Mir ist es wichtig, meinen Patienten nur das anzubieten, was ich kann und wovon ich überzeugt bin, und das zu einem vernünftigen Preis/Leistungsverhältnis. Da ich Mitglied im Fachverband Deutscher Heilpraktiker bin und nach Gebührenverordnung abrechne, werden viele meiner Leistungen übrigens von privaten Krankenkassen erstattet.

„Erfolg macht Spaß!“

Wo liegen die Risiken, Stolpersteine aus Deiner Sicht?
Man sollte an seine Selbständigkeit schon sehr realistisch herangehen. Es ist nicht so, dass man eine Zeitungsanzeige zur Eröffnung schaltet, und anschließend kommen sofort scharenweise Patienten oder Kunden. Mein wichtigstes „Marketinginstrument“ ist auch nach zehn Jahren noch die Mund-zu-Mundpropaganda, und das dauert einfach seine Zeit.
Sinnvoll ist es, neben der selbständigen Arbeit auch noch ein festes Einkommen, beispielsweise in Form eines 450-Euro-Jobs, zu haben. Ausdauer ist wichtig, außerdem sollte man sich mehrere Standbeine schaffen, ohne dabei aber eine „Gemischtwarenhandlung“ anzubieten. Der Fokus auf ein Spezialgebiet ist schon wichtig, sonst ist man weder authentisch noch glaubhaft. Und man sollte sich in jedem Fall ein Ziel setzen; wenn man nach vier oder fünf Jahren immer noch keinen deutlichen Aufwärtstrend in seinem Geschäft sieht, läuft irgendetwas gewaltig falsch. Dann heißt es entweder die Reißleine ziehen oder eine Neuausrichtung, in jedem Fall aber gründliches Nachdenken!

Wie verbringst Du am liebsten Deine freie Zeit?
Ich reise und lese gerne, zum Ausgleich treibe ich Cycling als Sport. Und ich habe eine Band, in der ich Gitarre spiele und singe – wir suchen übrigens gerade einen Probenraum. Für unsere Flüchtlinge in Lütjensee gebe ich ehrenamtlich Deutschkurse – Integration ist für mich ein wichtiges Thema.

Und sonst…
… stand Iris‘ Lebensweg schon längst in den Sternen. Silvia Bischoff, Feng Shui Beraterin:

Iris lebt so sehr ihr Horoskop, sie kann gar nicht anders – und ich musste beim Lesen ihres Porträts schmunzeln. Sie legt auf ihrem Weg ein Temperament und eine Tatkraft an den Tag, die ihresgleichen suchen.
Unsere sfs-Vorstandsbeirätin ist optimistisch, gesellig und ihre Stimme hört man aus jeder Gesprächsrunde heraus. Gut, dass sie singt, tanzt und lacht, sie würde uns sonst platzen. Dass sie gern isst und kocht ist typisch für sie, das Thema „Genießen“, steht in ihren Sternen.
Ihr Horoskop zeigt ihre hochgesteckten Ziele, die sie mit den ihr eigenen analytischen Fähigkeiten und ihrem strukturierten Wesen auch erreicht. Iris ist ein Mensch, der sich aktiv engagiert, und sie hat die Energie, das auf mehreren Gebieten und auch in mehreren Vereinen zu tun.
Iris‘ Menschenkenntnis, die sie im Laufe ihres Lebens und in mehr als einem Berufsleben gesammelt hat, führt zu klaren Situationseinschätzungen und lässt sie dadurch zu einer sehr wertvollen Ratgeberin werden. Iris ist in der Lage, praktische Hilfe zu leisten, sie ist in der Rolle als Therapeut und Heiler dort angekommen, wo sie hingehört.

Iris Auert Praxis für Naturheilkunde LütjenseeKontakt und Weblinks:
Praxis für Naturheilkunde
Iris Auert
Tel.: 04154/ 794 58 90
Fax: 04154/ 794 58 91

Die Praxis für Naturheilkunde erreicht Ihr auch über ihre Homepage: http://naturheilpraxis-luetjensee.de/ oder bei Facebook: Praxis für Naturheilkunde

Copyright:
Verein selbständige Frauen Südholstein, sfs, 2016
Feng Shui Silvia Bischoff, http://www.fengshui-bischoff.de/
Agentur für Bildbiographien Susanne Gebert, http://www.bildbiographien.de/

Bildnachweis:
Impressum Homepage Naturheilpraxis Lütjensee:  http://naturheilpraxis-luetjensee.de/

Unsere Netzwerkerinnen-Porträts im Überblick:

Eine Antwort

  1. Eliezamarie Rose
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    Hallo liebe Iris..ich lese und bewundere Dich..Deinen langen Weg zur richtigen Arbeit..und die vielen Aktivitäten…sehr beeindruckend .
    Mach weiter wie bisher und bleib gesund im Rücken und überall…… herzliche Grüße Elisabeth