Equal Payday 2018: Bekommen Frauen das, was sie verdienen?

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Liebe Netzwerkerinnen, liebe Leserinnen und Leser,

Glückwunsch an alle Mitstreiterinnen, ab morgen verdienen wir #Geld 😄
Zumindest statistisch gesehen und im Vergleich zu Männern.

Die gute Nachricht ist: 2016 war der #equalpayday noch am 19. März (und 2016 war ein Schaltjahr!).
Wir werden also immer besser – statistisch gesehen

Und jetzt die schlechte: Es ist – statistisch gesehen – 1 Tag pro Jahr, den wir aufholen. Jede und jeder, der mag, kann jetzt ausrechnen, ab wann Frauen und Männer für gleiche Arbeit gleich bezahlt werden …

Und die Gründe?

Das Argument das immer zieht: Frauen arbeiten seltener als Ingenieurinnen und ergreifen stattdessen lieber schlechter bezahlte soziale Berufe.

Bekommen Frauen also das, was sie verdienen?

Das wäre vielleicht so, wenn das Argument stimmen würde.
Tut es aber nicht, denn oft bekommen Krankenpfleger einen höheren Lohn als Krankenschwestern.

  • Ein Grund für schlechtere Bezahlung könnte sein, dass Frauen schlechter verhandeln als Männer.
    Mit Erfolgen gehen sie viel zu oft ganz anders um als Männer; Misserfolge schreiben sie sich selbst zu, die Gründe für Erfolge sehen sie in günstigen Umständen oder der Hilfe anderer.
  • Männer sind erfolgreicher. Zumindest subjektiv: Erfolge gebühren ihnen, Misserfolge sind meistens die Schuld der anderen.
  • Hausarbeit und Kinder: Im Durchschnitt arbeiten Männer, die in einer Beziehung leben, prinzipiell weniger im Haushalt als Singles. Umgekehrt bringen Frauen in einer Partnerschaft im Durchschnitt deutlich mehr Zeit für den Haushalt auf, als wenn sie alleine wohnen. (Rohmann, Schmohr, Bierhoff: Hausarbeit, Erwartungen und Beziehungsqualität)

Auswege

Die hoffnungsfrohe Botschaft ist: Immer mehr junge Männer helfen im Haushalt, die Zahl der Total-Verweigerer sank von 56 Prozent (2015) auf 48 Prozent.

Dafür helfen immer mehr junge Frauen n i c h t: Stattliche 32,7 Prozent der Töchter legen in Haushaltsdingen die Füße hoch und lassen die anderen machen.

Auch sonst lernen Männer und Frauen einiges dazu, schließlich brauchen wir uns gegenseitig.

Und jetzt nochmal zum Zähneklappern …

… ein paar Zahlen, denn es ist alles noch gar nicht sooo lange her:

Bis 1962 durfte eine Ehefrau in Deutschland ohne Einwilligung ihres Ehemanns kein eigenes Bankkonto eröffnen.

Bis 1969 galt eine verheiratete Frau als ’nicht geschäftsfähig‘.

Seit 1977 dürfen Frauen in Deutschland auch ohne Erlaubnis ihres Ehemanns arbeiten gehen und Geld verdienen.

Bis heute haben Frauen umsonst gearbeitet.
Zumindest statistisch und im Vergleich zu Männern, denn Frauen verdienen im Schnitt 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, das sind auf’s Jahr gerechnet 77 Tage.

Macht was draus!
Und habt einen schönen equalpayday 😉

Mit herzlichen Grüßen
Euer sfs

Quellen und weiterführende Links:

 

Copyright:
Verein selbständige Frauen Südholstein, sfs, 2018
Agentur für Bildbiographien, 2018 www.bildbiographien.de

Bildnachweis:
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