Vom Spaß zum Flow

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Liebe Netzwerkerinnen, liebe Leserinnen und Leser,
Arbeit darf Spaß machen. Muss sie sogar, wenn man Erfolg haben und seinen Kunden „gute“ Arbeit liefern will. Kein Wunder also, dass Frage 5 unseres Jahresrückblicks 2017 eine „Spaß“-Frage ist. Was hat Euch dieses Jahr besonders viel Spaß gemacht – und wie könnt Ihr dieses Wissen für Eure Jahresplanung 2018 nutzen?

Kein Mensch kommt als Couch-Po­ta­to zur Welt. Zum Faulenzen sind wir einfach nicht gemacht.
Oder wie fühlt Ihr Euch nach einem langweiligen verregneten Sonntagnachmittag, an dem Ihr Euch durch sämtliche Fernsehprogramme gezappt habt?
Inspiriert? Ausgeruht? Entspannt?
Vermutlich nicht.

Menschen sind von Natur aus umtriebige Wesen, die „Action“ brauchen.
Schaut Euch mal kleine Kinder an – das, was die so treiben, steckt auch noch in jedem von uns 🙂
Der Unterschied ist, dass für uns irgendwann der „Ernst des Lebens“ begonnen hat. Wir sind vernünftig geworden und wissen, dass wir uns anstrengen müssen, damit unser Einkommen stimmt.

Vernünftig: ja. Aber ohne Spaß?
Ohne Spaß ist Vernunft eine gefährliche Angelegenheit.
Wer sich Jahr für Jahr spaßbefreit durch einen vernünftigen Brotjob quält, hat ein viel höheres Risiko, an einem Burn-Out zu erkranken, als ein Manager oder eine Unternehmerin mit 80-Stunden-Woche und jeder Menge Spaß bei der Arbeit.
Burn-Outs“ sind nicht die Folge von zu viel Arbeit, sondern von zu viel Ohnmacht.

Um beim Spaß zu bleiben: der heißt jetzt „Flow„.
Ihr kennt „Flow“, es ist das hundertprozentige Versinken in eine Aufgabe, ein Zustand völliger Konzentration, in dem man alles andere um sich herum vergisst.
Kinder sind oft beim Spielen in diesen wunderbaren Zustand versunken, aber auch Erwachsene haben ihre Flow-Momente.
Flow-Erfahrungen können völlig unabhängig von der Art der Tätigkeit auftreten: beim Lernen, Schreiben, Gärtnern oder Musizieren ebenso wie am Fließband oder bei der Hausarbeit.
Wichtig ist nicht, was man tut, sondern wie – nämlich zielgerichtet und ausschließlich auf diese eine Tätigkeit fokussiert.
Wer zuviel nebenbei macht, zerstreut sich.

Der „Vater des Flow“, der amerikanische Psychologe Mihály Csíkszentmihályi (nein, diesen Namen muss niemand aussprechen können), beschreibt „Flow“ folgendermaßen: „Ein Wechselspiel zwischen hoher Spannung und tiefer Freude, dass einem etwas gelungen ist, was uns den eigentlichen inneren Frieden, eine tiefe Entspannung und Gelassenheit ermöglicht.

Der Flow-Zustand ist das, was uns entspannt und glücklich macht.
Und: Wenn wir im „Flow“ sind, ruhen wir nicht nur in uns, sondern arbeiten auch richtig gut.

Deswegen Frage 5: Was hat Euch 2017 bei Eurer Arbeit richtig Spaß gemacht? Was hat Euch erfüllt?
Gibt es eine Möglichkeit, diese Tätigkeit zu erweitern?
Gibt es eine Möglichkeit, Euch besser zu strukturieren, damit Ihr mehr Freiraum für Flow-Momente bekommt (Telefon aus, Tür zu etc.?). Denn: Für „Flow“ muss man sich auf e i n e Tätigkeit fokussieren und darf nicht das Multitasking-Talent von der Leine lassen, das vor allem in Frauen lebt.

Denkt mal darüber nach.

  • Wie viel Urlaub habe ich 2017 gemacht? War das ausreichend?
  • Was war unternehmerisch gut in diesem Jahr? Was war nicht gut?
  • Habe ich mir für 2017 konkrete Ziele vorgenommen? Habe ich sie erreicht?
  • Welche Projekte/Kunden fand ich besonders toll? Warum? Wie kriege ich mehr davon?
  • Was hat mir richtig viel Spaß gemacht?
  • Unterm Strich: Meine Erkenntnisse 2017

Mehr über Flow und sonstige Glücksfaktoren findet Ihr auch hier: Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

Viel Flow wünscht Euch
Euer sfs

Copyright:
Verein selbständige Frauen Südholstein, sfs, 2017

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pixabay