Wer rastet, rostet: So wird Euer Fahrrad frühjahrstauglich!

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von Helga Struwe

Liebe Netzwerkerinnen, liebe Leserinnen und Leser,

hat hat Euer Fahrrad im Schuppen überwintert und soll jetzt – endlich! -in den Frühling starten? Dann braucht es eine Frühjahrskur! Hier einige Tipps:

Habt Ihr schon mal den Mantel gewechselt?
Wir wechseln unsere Garderobe und kleiden uns modisch ein. Und Euer Fahrrad?
Fahrradmäntel sind weder eine Frage der Wärme noch der Mode, aber von Zeit zu Zeit sollten sie untersucht und gegebenenfalls ausgewechselt werden. Denn in abgenutzte Mäntel können spitze, Steine, Dornen und natürlich auch Glas leichter eindringen. Und einen „Platten“ gleich bei der ersten Tour zu haben, wäre schade …
Fazit: Ein neuer Mantel kann Platte verhindern.

Luft gegen Platten
Reifen mit zu niedrigem Luftdruck fahren sich schwerer und gehen schneller kaputt. Der Mindest- und Maximalluftdruck steht auf der Reifenflanke. Ein stramm aufgepumpter Reifen rollt leichter und bietet den „Platten-Verursachern“ nicht ganz so viel Angriffsfläche. Speziell auf Asphalt werden Sie merken, wieviel müheloser Sie fahren.
Steht das Rad „platt“ im Schuppen? Pumpt es auf und beobachtet über einige Tage, ob die Luft hält. Wenn nicht, ist ein kleines Loch im Schlauch. Flicken oder Schlauchwechseln ist angesagt.
Fazit: Fahrradreifen schon ein paar Tage vor der ersten Tour aufpumpen und beobachten.

Und was ist mit der Kette?
Die Fahrradkette ist der Teil des beim Fahrrad verwendeten Kettengetriebes, mit dem das durch die Tretkraft des Fahrers erzeugte Drehmoment auf das Antriebsrad übertragen wird (s. Wikipedia)
Habt Ihr das Gefühl, Ihr kommt nicht richtig vorwärts? Treten bringt keine Kraft auf’s Pedal? Das liegt nicht unbedingt (nur) an Eurer Kondition nach der Winterpause, sondern eventuell an einer durch Eure Touren in der letzten Saison gelängten Kette. Nichts Ungewöhnliches, sondern natürlicher Verschleiß, der aber überprüft und behoben werden sollte, damit Ihre Kraftübertragung optimal funktioniert. Für ein langes Leben der Kette ist regelmäßige Kettenpflege angesagt! Feiner Sand wirkt wie Schleifpapier und erhöht den Verschleiß immens. Regelmäßiges Überprüfung und Erneuern schont Kettenblätter und Zahnkränze.
Fazit: Fahrradkette überprüfen und regelmäßig pflegen!

Hat Euer Rad ’ne Schraube locker?
Ziehen Sie alle Schrauben nach, nicht zu fest. Die Kraft einer Hand reicht meistens aus.

Heute schon gebremst?
Wann fasst Eure Bremse? Steht Euer Rad sofort, oder müsst Ihr die Bremshebel bis zum Anschlag ziehen und rollt dann immer noch leicht? Es gibt auch per Fahrrad Situationen, in denen eine Vollbremsung notwendig werden kann. Gut, wenn Ihr das dann auch könnt. Überprüft Bremsklötze, Bremsseile, Außenhüllen oder eventuell Eure hydraulischen Bremsen. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, dann fragt einen Händler Eures Vertrauens. Funktionierende Bremsen sind lebenswichtig!

Kann man Euch sehen?
Funktionieren Scheinwerfer und Rücklicht? Sind Stecker und Lichtkabel fest an den Leuchten und am Dynamo? Sind die vorgeschrieben Reflektoren vorn, hinten, an den Pedalen und in den Speichen vorhanden und sauber? Speichenreflektoren sind nicht nötig, wenn die Reifen einen
Reflexstreifen haben.

Noch mehr Tipps zur Fahrradpflege findet Ihr unter www.adfc.de – Technik / Wartung und Pflege

Gute Fahrt und eine störungsfreie Fahrradsaison wünscht Euch
Eure Helga Struwe

Helga-Struwe_11-Ausschnitt-21Helga ist Mitglied des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs, zertifizierte Tourenleiterin und Inhaberin von Op’n Drahtesel – Radreisen und Kurztouren – www.opndrahtesel.de

Bildnachweis: Helga Struwe, fotolia